AUGEN ARZT PRAXIS

Dr. med. Wilhelm Dyck

Irreversibler Netzhautschaden durch Pseudoxanthoma elasticum - PXE

Beim PXE kommt es aufgrund der zugrundeliegenden genetischen Veränderung zu Einlagerungen von Mineralsalzen und damit zu einem typischen Aufquellen und Brechen der elastischen Fasern in der Lederhaut. Sichtbar wird dies vor allem seitlich am Halsbereich, in den Achselhöhlen und den seitlichen Rumpfpartien. Typischerweise treten die Hautveränderungen zu Beginn der Pubertät auf und schreiten in den folgenden Jahrzehnten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort.


Während von den nach außen sichtbaren Hautveränderungen keinerlei Gefahr ausgeht, können Gefäßverkalkungen zu Durchblutungsstörungen mit entsprechenden Folgen führen.


Durch Defekte an der Netzhaut der Augen kann es außerdem zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen durch Atrophien (schwarzer Pfeil) kommen. Diese verursachen teils stark einschränkende zentrale Ausfälle im Gesichtsfeld: In der OCT (unteres Bild) kann man gut das Fehlen der Fotorezeptorenschicht erkennen (rote Kreise).


Blickdiagnostisch bezeichnend sind Defekte in der Bruch-Membran, die als "angioid-like-streaks" sichtbar werden (weiße Pfeile oberes Bild). 

Netzhautscan, PXE
OCT, PXE

Ophthalmologischerseits sind regelmäßige Kontrollen mit der OCT entscheidend, um so Gefäßneubildungen mit daraus resultierenden Flüssigkeitseinlagerungen an der Stelle des schärfsten Sehens (Makulaödem) frühzeitig zu erkennen und ggf. mit Medikamenteneingaben entgegenzuwirken.

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BLOG BESCHREIBUNG

Ein Grundverständnis für die häufigsten Augenerkrankungen soll durch das Stöbern in diesem Blog gewonnen werden. Aber auch unterschiedliche Phänomene einem unserer wichtigsten Sinne sollen hier verständlich gemacht werden. Weiter unten auf dieser Seite haben Sie auch die Möglichkeit, verschiedenste Verständnisfragen das Sehen und das Auge betreffend anonym zu stellen oder ein Kommentar zu hinterlassen. Ob wir die Fragen dann beantworten oder zu den Themen von besonderem Interesse einen neuen Blogbeitrag erstellen, bleibt zunächst offen. Individuelle Fallbesprechungen bleiben natürlich weiterhin ausschließlich der Sprechstunde in unserer Praxis vorbehalten. Bitte auch nicht für Terminangelegenheiten oder Ähnliches missbrauchen! Wird ignoriert werden!

Irisbild
von Wilhelm Dyck 17. Dezember 2024
Bei der CVS handelt es sich um Patienten, die bei längerer Arbeit am Bildschirm ein stechendes Gefühl an den Augen, Müdigkeit der Augen, eine Blendempfindlichkeit, schlechteres Sehen oder sogar Augenschmerzen beklagen.
Blick zum Horizont
von Wilhelm Dyck 21. Oktober 2024
Immer wieder werden uns kurzsichtige Teenager in der Praxis vorgestellt, die nicht aufgrund einer subjektiven Sehschwäche, sondern wegen Kopfschmerzen oder nach Beobachtungen des Schullehrers zu uns geschickt werden. Der myope Patient kennt die Situation nicht anders und ist der Meinung, in der Weite aufgrund der Entfernung schlechter zu sehen und hält es daher für einen Normalzustand. Aber auch eine ausgeglichene Refraktion vorausgesetzt ist es oft nicht einfach, trotz scharfem Bild, die Entfernung richtig einzuschätzen. Natürlich gibt es heute diverse technische Hilfsmittel. Wir wollen aber herausfinden, was das Auge in der Lage ist zu leisten. Wie weit kann man überhaupt sehen?
Augenfossil
von Wilhelm Dyck 25. August 2024
Für eine optische Informationswahrnehmung sind immer Augen als Empfänger und ein verarbeitendes Organ erforderlich. Die Leistung des Empfängers variiert dabei in Auflösung und Farbempfindlichkeit gewaltig. Die Verarbeitung der Informationen birgt ebenfalls große Unterschiede.
Irisfoto
von Wilhelm Dyck 17. Mai 2024
Die Iris eines jeden Lebewesens ist sehr einzigartig und individuell. Eine Farbangabe alleine kratzt da nur an der Oberfläche einer Irisbeschreibung. Da bekanntlich Bilder mehr aussagen als tausend Worte, haben wir uns an die Irisfotografie gewagt. Zum einen haben wir hier einen künstlerischen Ansatz, der uns dazu antreibt, immer mehr Details darstellen zu können und die Qualität in Auflösung und Farbe zu steigern. Natürlich hilft es uns letztlich dann auch bei der Dokumentation und Verlaufskontrolle von Iriserkrankungen wie Tumoren. In der Kombination mit dem Augenhintergrundbild erhällt man einen Eindruck davon, wie ich als Augenarzt das Auge tatsächlich täglich durch die Mikroskope und Lupen sehe.
Gondel in Venedig
von Wilhelm Dyck 30. März 2024
Eine Kamera hat keine Interpretationsmöglichkeiten. Hier zählen nur die Einstellungen verschiedener Parameter wie Blendenweite, Belichtungsdauer und die Empfindlichkeit des Sensors. Gibt man von einem etwas hinzu, muss man woanders einsparen. Zusätzliche Einstellbreite bekommt man durch Verlaufsfilter und künstlichem Licht. Die Interpretation des Ergebnisses muss dann aber der Betrachter vornehmen, gefiltert durch das Auge und Bewertet durch das Gehirn.
Amsler bei AMD
von Wilhelm Dyck 15. März 2024
Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen der Erblindung. Diese führt durch lokale Störungen des Stoffwechsels an der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut zu Zerstörung der Nervenzellen.
Amslergitter bei Makulaforamen
von Wilhelm Dyck 4. März 2024
Ein Makulaforamen entsteht in der Regel durch eine Membran auf der Netzhaut (epiretinale Gliose), die stellenweise an der Netzhaut haftet. Diese Membran schrumpft und wird durch den sich verändernden Glaskörper ins Augeninnere gezogen.
Gesichtsfeld
von Wilhelm Dyck 3. März 2024
Die nAION gehört in die Gruppe der seltenen Erkrankungen. Wegweisend für die Diagnose dieser Erkrankung ist das plötzliche, schmerzlose Auftreten eines Gesichtsfelddefektes im unteren Bereich in Verbindung mit partieller, zum Gesichtsfeld passender Papillenschwellung.
Eichelmännchen
von Wilhelm Dyck 3. März 2024
Auch wenn das Sehsystem bei Neugeborenen organisch komplett ist, sind einzelne Komponenten, wie Rezeptoren der Netzhaut, noch nicht völlig ausgereift. Auch die Verarbeitung im Gehirn, dem eigentlichen Sehorgan, muss noch erlernt werden. Das klappt aber nur, wenn alle Komponenten des Sehsystems funktionieren.
Scheitelbrechwertmesser
von Wilhelm Dyck 29. Februar 2024
Im Gegensatz zum Erwachsenenauge befindet sich das kindliche Auge noch im Längenwachstum, welches durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Steigt das Längenwachstum überproportional, so kommt der Brennpunkt vor der Netzhaut, anstatt auf der Netzhaut zu liegen und das Auge wird kurzsichtig (myop). Diese Myopie bleibt dann bestehen oder nimmt sogar zu, denn das Auge wird in der Regel nicht schrumpfen.
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