AUGEN ARZT PRAXIS

von Dr. med. Wilhelm Dyck

Venedig durch ein künstliches Auge sehen

Canon schreibt:

"Das menschliche Auge erreicht einen beeindruckenden Dynamikumfang, es passt sich automatisch an Lichtbedingungen an, sodass wir in sehr hellem Licht und auch an dunklen Orten sehen können. Auge und Gehirn können also zusammen Farbstiche korrigieren, sodass ein weißes Blatt Papier beispielsweise als weiß erkannt wird, unabhängig vom Umgebungslicht."


Eine Kamera hat dagegen keine Interpretationsmöglichkeiten. Hier zählen nur die Einstellungen verschiedener Parameter wie Blendenweite, Belichtungsdauer und die Empfindlichkeit des Sensors. Gibt man von einem etwas hinzu, muss man woanders einsparen. Zusätzliche Einstellbreite bekommt man durch Verlaufsfilter und künstlichem Licht. Die Interpretation des Ergebnisses muss dann aber der Betrachter vornehmen, gefiltert durch das Auge und Bewertet durch das Gehirn.


Farben können nur in Gegenwart von Licht erkannt werden. Ohne Licht existieren sie nicht. Das Licht ist immer weiß. Unterschiedlich beschaffene Oberflächen reflektieren jeweils nur einen bestimmten Teil des weißen Lichtes oder reflektieren nicht alle Wellenlängen in die selbe Richtung, wodurch die Farbwahrnehmung entsteht. Die Farbe zum Anfassen gibt es also nicht. Wir sehen nur Licht.


Das Zusammenspiel von Licht, Augen und Gehirn ermöglicht uns die Wahrnehmung, Unterscheidung und sogar die Erschaffung verschiedener Oberflächen und Formen. Davon sind wir so fasziniert, dass wir bei jedem neuen Seheindruck einach hinschauen müssen. Wir versuchen es zu verstehen und in unserem Gedächtnis zu konservieren. Ich habe mal versucht meine Seheindrücke in Venedig technisch zu konservieren. Mir stand dafür eine Canon 5DS R mit Canon 16-35 mm 1:2,8 L II und einem 8er Verlaufsfilter zur Verfügung.

Ponte Tron o ponte della piavola
Gondel in Venedig
Ponte Borgoloco a Castello
Ponte di Rialto
Ponte Borgoloco a Castello
Grand Canal
Campo Santi Giovanni e Paolo
Anlegesteg Giudecca
Santa Maria della Salute
San Marco
Seufzerbrücke Venedig
Santa Maria della Salute
Ponte dei Greci
Ponte di Realto
Lagune von Venedig
Ponte del Volto
Rio Orseolo o del Coval
Ponte del Iovo
Santa Maria della Salute
Ponte di Rialto
Skulpturen  von Manolo Valdés in San Marco
Ponte Tron o ponte della piavola
Kanal Burano
Ponte San Moise
Canale Grande
Bacino Orseolo
Kanal Burano
Canale Grande
Ponte Goldoni
San Marco
Canale Grande
San Marco

Die Farbwahrnehmung ist nicht bei allen Menschen gleich. So erscheint für manche die Farbe grün und blau nahezu identisch. Möglicherweise wird das, was ich als blau wahrnehmen, von meinem Nachbarn als etwas völlig anderes gesehen. Wir haben uns also lediglich auf eine einheitliche Bezeichnung für diese entsprechende Farbwahrnehmung geeinigt. Die vereinheitlichten Bezeichnungen haben aber ihre Grenzen bei Übergängen und Kontrasten. So wird der Unterschied zwischen den Farbwahrnehmungen für rot und grün oder zwischen blau und gelb von vielen Menschen klar abgegrenzt, von anderen nur unterschiedlich abgeschwächt abgegrenzt und von wenigen gar nicht abgegrenzt. Dies ist meist genetisch bedingt und stellt keine Erkrankung dar. Da wir uns auch über Lichtsignale und Farbkennungen verständigen, kann diese vermeidliche Normabweichung in unserer Gesellschaft dennoch einschränkend sein, z.B. im Straßenverkehr, beim Führen von Wassenfahrzeugen und Fluggeräten und beim Unterscheiden von Kabelkennzeichnungen.

Logo der Augenarztpraxis Dr. Dyck

BLOG BESCHREIBUNG

Ein Grundverständnis für die häufigsten Augenerkrankungen soll durch das Stöbern in diesem Blog gewonnen werden. Aber auch seltenere Phänomene einem unserer wichtigsten Sinne sollen hier verständlich gemacht werden. Weiter unten auf dieser Seite haben Sie auch die Möglichkeit, verschiedenste Verständnisfragen zu Krankheiten und Phänomenen das Auge betreffend anonym zu stellen. Ob wir diese dann beantworten oder zu den Themen von besonderem Interesse einen neuen Blogbeitrag erstellen, bleibt zunächst offen. Individuelle Fallbesprechungen bleiben natürlich weiterhin ausschließlich der Sprechstunde in unserer Praxis vorbehalten. Bitte auch nicht für Terminangelegenheiten missbrauchen!

Augenfossil
von Wilhelm Dyck 25 Aug., 2024
Für eine optische Informationswahrnehmung sind immer Augen als Empfänger und ein verarbeitendes Organ erforderlich. Die Leistung des Empfängers variiert dabei in Auflösung und Farbempfindlichkeit gewaltig. Die Verarbeitung der Informationen birgt ebenfalls große Unterschiede.
Irisfoto
von Wilhelm Dyck 17 Mai, 2024
Die Iris eines jeden Lebewesens ist sehr einzigartig und individuell. Eine Farbangabe alleine kratzt da nur an der Oberfläche einer Irisbeschreibung. Da bekanntlich Bilder mehr aussagen als tausend Worte, haben wir uns an die Irisfotografie gewagt. Zum einen haben wir hier einen künstlerischen Ansatz, der uns dazu antreibt, immer mehr Details darstellen zu können und die Qualität in Auflösung und Farbe zu steigern. Natürlich hilft es uns letztlich dann auch bei der Dokumentation und Verlaufskontrolle von Iriserkrankungen wie Tumoren. In der Kombination mit dem Augenhintergrundbild erhällt man einen Eindruck davon, wie ich als Augenarzt das Auge tatsächlich täglich durch die Mikroskope und Lupen sehe.
Gondel in Venedig
von Wilhelm Dyck 30 März, 2024
Eine Kamera hat keine Interpretationsmöglichkeiten. Hier zählen nur die Einstellungen verschiedener Parameter wie Blendenweite, Belichtungsdauer und die Empfindlichkeit des Sensors. Gibt man von einem etwas hinzu, muss man woanders einsparen. Zusätzliche Einstellbreite bekommt man durch Verlaufsfilter und künstlichem Licht. Die Interpretation des Ergebnisses muss dann aber der Betrachter vornehmen, gefiltert durch das Auge und Bewertet durch das Gehirn.
Amsler bei AMD
von Wilhelm Dyck 15 März, 2024
Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen der Erblindung. Diese führt durch lokale Störungen des Stoffwechsels an der Stelle des schärfsten Sehens der Netzhaut zu Zerstörung der Nervenzellen.
Netzhautscan, PXE
von wilhelm Dyck 06 März, 2024
Seltene, autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, die auf einem Defekt des ABCC6-Proteins beruht und vor allem die Haut, die Augen und das Herz-Kreislauf-System betrifft.
Amslergitter bei Makulaforamen
von Wilhelm Dyck 04 März, 2024
Ein Makulaforamen entsteht in der Regel durch eine Membran auf der Netzhaut (epiretinale Gliose), die stellenweise an der Netzhaut haftet. Diese Membran schrumpft und wird durch den sich verändernden Glaskörper ins Augeninnere gezogen.
Gesichtsfeld
von Wilhelm Dyck 03 März, 2024
Die nAION gehört in die Gruppe der seltenen Erkrankungen. Wegweisend für die Diagnose dieser Erkrankung ist das plötzliche, schmerzlose Auftreten eines Gesichtsfelddefektes im unteren Bereich in Verbindung mit partieller, zum Gesichtsfeld passender Papillenschwellung.
Scheitelbrechwertmesser
von Wilhelm Dyck 29 Feb., 2024
Im Gegensatz zum Erwachsenenauge befindet sich das kindliche Auge noch im Längenwachstum, welches durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Steigt das Längenwachstum überproportional, so kommt der Brennpunkt vor der Netzhaut, anstatt auf der Netzhaut zu liegen und das Auge wird kurzsichtig (myop). Diese Myopie bleibt dann bestehen oder nimmt sogar zu, denn das Auge wird in der Regel nicht schrumpfen.
OCT
von Wilhelm Dyck 29 Feb., 2024
Den Begriff Glaukom haben die meisten Menschen, die in ihrem Leben bereits auf einen Augenarzt gestoßen sind, gehört. Manch einer weiß auch, dass es eine Erkrankung ist, die mit dem Sehnerv zu tun hat. Gemeinsam haben jedoch alle die Assoziation des Glaukoms mit so genannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), also Leistungen, die von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. In Bezug auf das Thema wer, welche Leistungen, wann bezahlt und ob diese denn überhaupt erforderlich sind, gibt es im Netz viele Meinungen. Am Ende verliert sich darüber jedoch die Erkrankung selbst. Was ist denn überhaupt das Glaukom und wie wahrscheinlich ist es, dass ich daran erkranke? Woran würde ich es denn merken und inwiefern würde es mich einschränken? Gibt es ggf. eine Therapie?
Spaltlampe
von Wilhelm Dyck 29 Feb., 2024
Dieses griechische Wort für Wasserfall beschreibt eine Trübung der Linse in unseren Augen. Durch die lebenslang stattfindenden Umbauprozesse der Linse wird diese zunächst immer weniger elastisch, wodurch wir die Fähigkeit der Naheinstellung (Akkommodation) zunehmend einbüßen. Dies beginnt bereits bei Kindern und macht sich im Durchschnitt ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Im Laufe der Jahrzehnte trübt die Linse zusätzlich ein. Das Sehen gleicht ein wenig einem schmutzigen Fensterglas mit einem Gelbstich. An diesem Fenster helfen keine Gläser. Da hilft nur Putzen. Ähnlich verhält es sich am Auge. Eine andere Brille bringt kaum noch eine Verbesserung.

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